Projekt „Senioren
und Kids“
Durch die „Öffnung von Schule“ und durch die Kooperation mit außerschulischen
Partnern gewinnt Schule zusätzliche wertvolle Erfahrungen. Diesen Weg geht die
HS Maßbruch in Lage seit Jahren.
Im Schuljahr 1997/98 begann die Klasse 10 B mit ihrem Klassenlehrer Winfried
Stanke ein neues Projekt:
In Zusammenarbeit mit dem „Haus der Diakonie“, Einrichtungen der AWO und dem
Mobilen Sozialen Dienst in Lage sollen die Schüler/innen soziale Kompetenzen
erwerben, wenn sie zusätzlich nachmittags oder abends „in der Schule“ sind und
mit alten Menschen Aktivitäten und Unternehmungen planen und durchführen. Die
Aufgaben sind vielfältig und unterschiedlich.
Auszeichnungen:
Im Jahre 2003 nahmen die
Schüler/innen an dem deutschlandweiten Wettbewerb „Jugend hilft 2003“ teil, sind
in die Endrunde gekommen und Regionalsieger geworden. Dieser
Erfolg war dann mit einer Einladung und Preisverleihung in Stuttgart verbunden.
Am 9. Juli 2003 bedankte sich der Ministerpräsident von NRW Peer
Steinbrück persönlich bei dem Schülervertreter der Projektgruppe
Angelo Schmidt von der Hauptschule Maßbruch für das Engagement der
Projektteilnehmer bei „Senioren und Kids“. Der Einsatz dieser Schülergruppe
wurde von der Abteilung „Jung hilft alt“ des „Vereins für Lippe“ belobigt und
ausgezeichnet.
Ziele, Intentionen, Inhalte:
- Kooperation von Schule mit
außerschulischen Partnern
- Erwerben von sozialer
Kompetenz
- Einüben von Geduld und
Rücksichtnahme
- Sammeln von Erfahrungen im
Umgang mit alten Menschen
- Verantwortung übernehmen
lernen
- Bewältigung von
Konfliktsituationen auf der Sachebene
- Fähigkeit entwickeln zum
flexiblen Reagieren
- Fähigkeit trainieren, eigene
Interessen zeitweise zurückzustellen
- Kontakte knüpfen und Brücken
schlagen zwischen alten und jungen Menschen
- Erwerbung von Kompetenz im
Umgang mit alten Menschen
- Zuhörer sein können
- Gesellschaftsspiele spielen
- Vorlesestunde planen
- Gespräche führen
- Besuche eventuell im
Krankenhaus oder zu Geburtstagen machen
- Kontaktaufnahme mit
verschiedenen Trägern in der Seniorenbetreuung: AWO, Mobiler Sozialer
Dienst, Alten- und Pflegeheim „Haus der Diakonie“
- Regelmäßige Teilnahme (in der
Regel einmal wöchentlich) an Aktivitäten
- Betreuung von Einzelpersonen
durch die Schüler und Schülerinnen
- Durchführung von
verschiedenen Einzelaktionen:
- Kaffeetrinken mit den Heimbewohnern
- Einladung an interessierte Heimbewohner, am Unterricht, an Schulfesten,
Präsentationen, Unternehmungen und Entlassfeiern teilzunehmen oder auch
aktiv mitzuwirken
-Teilnahme und aktive Mitwirkung der Schüler
- Hinausfahren mit den Bewohnern in die Stadt oder Natur
Theorie
In den letzten Jahren haben wir die Ziele des Theorieteils des Projektes
immer wieder
evaluiert.
- Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über den Tagesablauf im
Heim, die
Altersstruktur der Heimbewohner.
- Sie erfahren etwas über die Beweggründe für einen Umzug ins Heim.
- Die Schülerinnen und Schüler lernen sich in Heimbewohner
hineinzuversetzen.
(festgelegte Essenszeiten, keine Intimsphäre, angewiesen sein auf andere,
nicht gebraucht werden, ...)
- Sie lernen die Würde der Altenheimbewohner zu achten und zu respektieren.(
trotz Altersdemenz, Inkontinenz, Verlust des Schamgefühls,...)
- Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Sterben, dem Tod
und der Trauer.
- Altenpflege – ein Beruf für mich??
Selbstverständlich nehmen auch
Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Projektes an besonderen Veranstaltungen des
Hauses der Diakonie teil und helfen aktiv mit. Dass für die Entlassfeier der 10.
Klassen auch immer die betreuten Damen und Herren mit eingeladen werden und eine
Reihe von ihnen der Einladung auch Folge leisten können, gehört mit zum
Programm.
